04.11.2015 - Datenpool-Genossenschaft gegründet

Am gestrigen Dienstag trafen sich in Frankfurt über 50 Hersteller, Großhändler und Verbandsvertreter der Handelszweige Naturkost, Naturwaren, Reformwaren und der Ökokisten. Ihr Ziel: die Schaffung einer Genossenschaft für die Realisierung eines gemeinsamen Produktdatenpools. Nach intensiver Besprechung der Satzung wurde diese von den 44 wahlberechtigten Gründungsmitgliedern einstimmig verabschiedet und die Data NatuRe eG - Daten Naturkost & Reformwaren aus der Taufe gehoben.


Die überwältigende Zustimmung zu dem Projekt, dass der BNN initiiert und vorangetrieben hat, zeigte sich ebenfalls in der Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrates. Zehn Kandidatinnen und Kandidaten standen für das fünfköpfige Gremium zur Wahl, das sich wie folgt zusammensetzt: Elisabeth Huber (Life Food GmbH), Volkmar Spielberger (Vorsitzender, Spielberger GmbH), Jens Schinnerling (dennree GmbH), Carsten Greve (Reformhaus eG) und Peter Meyer (Weiling GmbH). Gerhard Sailer (basic AG), erhielt die gleiche Stimmanzahl wie Carsten Greve, verzichtete jedoch auf eine Stichwahl, um die Präsenz eines Reformhaus-Vertreters im neuen Gremium sicherzustellen.
Erste Amtshandlung des Aufsichtsrates war die Bestellung eines Genossenschaftsvorstandes. Das zweiköpfige Gremium besteht aus Wilhelm Rinklin (Rinklin Naturkost GmbH) und Ronny Stein (Ökoland GmbH Nord). Erste Beauftragung an den Vorstand ist die Eintragung der Data NatuRe eG in das Genossenschaftsregister.
„Man kann mit Fug und Recht sagen, dass wir heute hier in Frankfurt etwas Wegweisendes bewegt haben“, resümiert der Vorsitzende des Aufsichtsrates Volkmar Spielberger. „Nachdem im Frühjahr die Mitgliederversammlung des BNN den Vorstand beauftragt hatte, die Voraussetzungen für einen gemeinsamen Datenpool zu prüfen und zu schaffen, hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass es so schnell, mit so vielen Beteiligten zu einem so überwältigenden Konsens kommt.“
 

Die Genossenschaft hat nach erfolgter Eintragung schon die nächsten Aufgaben vor Augen. Erster Schritt wird die Erstellung eines Lastenheftes sein, um einen geeigneten Dienstleister zu finden: „Bei der nun startenden Suche geht es nicht nur um Fachwissen und Kompetenz, sondern auch um eine vertrauensvolle Basis, die eine langfristige Arbeit erst möglich macht. Alle Teilnehmer der Arbeitsgruppen konnten im laufenden Prozess viel über den anderen lernen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands kennen diese Hintergründe genau. Daher sind sie fachlich und inhaltlich bestens gerüstet, um einen Dienstleister zu finden, mit dem die enormen Vorteile, die wir für die Branche anstreben, umgesetzt werden können“, ergänzt BNN-Geschäftsführerin Elke Röder, die maßgeblichen Anteil an der schnellen Genossenschaftsgründung hatte.