21.02.2012 - Sich am eigenen Anspruch messen: der BNN-Nachhaltigkeitsmonitor

Für die Unternehmen der Naturkostbranche ist es unabdingbar, dass wirtschaftliches Wachstum nicht auf Kosten von Umwelt und Ressourcen und damit künftiger Generationen geht.

Wie gut das den Pionieren der Nachhaltigkeit gelingt, zeigen die ersten Ergebnisse aus dem neuen Nachhaltigkeitsmonitor, die der BNN Herstellung und Handel auf der BioFach 2012 präsentierte. So ist bei der Stromversorgung der BNN-Unternehmen die Energiewende bereits vollzogen: Nur fünf Prozent der elektrischen Energie stammt noch aus fossilen Energieträgern, im Vergleich zu 55 Prozent im bundesdeutschen Haushalts-Strommix.

Der erste Zwischenbericht zum BNN-Nachhaltigkeitsmonitor zeigt auch, dass Strom aus Atomkraftwerken mit zwei Prozent quasi keine Rolle mehr spielt, während der Bundesdurchschnitt noch immer bei 22 Prozent liegt. Dementsprechend dominiert bei den BNN-Unternehmen Strom aus erneuerbaren Energiequellen: 93 Prozent werden mit Hilfe von Sonne, Wind und Wasser gewonnen, im Vergleich zu nur 17 Prozent im durchschnittlichen deutschen Haushalt.

Ökologie ist nur eine Dimension der Nachhaltigkeit, ebenso wichtig sind Leistungen in den Bereichen Ökonomie und Soziales. Beim Rohstoffbezug zeigt der BNN-Nachhaltigkeitsmonitor das traditionelle Engagement der Naturkostbranche für regionale Wirtschaftskreisläufe deutlich in Zahlen: 42 Prozent der Rohwaren stammen aus Deutschland. Zum Indikator „Spenden/Sponsoring/Stiftungen" geben 21 von 25 Unternehmen an, dass sie Vereine oder Projekte finanziell unterstützen. Bei der Beschäftigtenstruktur fällt der hohe Anteil weiblicher Führungskräfte von 33 Prozent ins Auge.

Basis des Monitors ist ein Set von rund 120 Indikatoren, die von der imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen GmbH in enger Abstimmung mit den Unternehmen im BNN entwickelt wurden. In die erste Analyse sind Daten von 25 der 71 BNN-Mitglieder eingeflossen. Für einzelne Indikatoren werden regelmäßig Best-Practice-Beispiele aus der Datenbank gefiltert, so dass andere sich an den nachahmenswerten Maßnahmen orientieren können. „Das Geschäftsfeld Bio garantiert schon ein hohes Maß an Nachhaltigkeit, denn ökologisch produzierte Lebensmittel schonen Boden, Flora und Fauna, Wasser und Klima", betont BNN-Geschäftsführerin Elke Röder. „Doch mit dem Nachhaltigkeitsmonitor wird nun auch die im BNN-Kodex enthaltene Selbstverpflichtung eingelöst, Nachhaltigkeitsleistungen der Unternehmen zu dokumentieren und zu verbessern."

Der neue Kurzfilm zum BNN-Nachhaltigkeitsmonitor: Was heißt Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag? Die drei BNN-Unternehmen Byodo, Ökoring und Herbaria zeigen, was sie in Sachen Energiewende bereits erreicht haben. Der Klick zum Film: http://www.n-bnn.de/medien/bnn-nachhaltigkeitsmonitor.mp4.

Der BNN-Nachhaltigkeitsmonitor wird gefördert aus Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.