RightSeeds

Der Saatgutmarkt hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter konzentriert. Eine Entwicklung, die vor allem ökonomisch getrieben ist und der, soll Saatgut auch weiterhin der Weltgemeinschaft als Kulturgut zur Verfügung stehen, etwas entgegengesetzt werden muss. So entstanden private Initiativen wie beispielsweise die Züchterzusammenschlüsse Kultursaat e.V. und saat:gut e.V.

RightSeedsMindestens ebenso wichtig wie konkrete Lösungsansätze ist der Bereich der Forschung. So hat Professorin Stefanie Sievers-Glotzbach von der Uni Oldenburg 2017 das Projekt RightSeeds – Saatgut und Sorten als Gemeingut auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit einer Gruppe Nachwuchsforscher beschäftigt sie sich fünf Jahre lang, staatlich gefördert , mit der Prämisse Saatgut als Gemeingut zu begreifen sowie damit, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieser Ansatz den Pflanzenbau sozial-ökologisch voranbringen könnte. Zudem suchen die Forscher nach Antworten auf die Frage, wie es mit Saatgut als Gemeingut – also ohne Lizenzzahlungen – möglich ist, die Züchtung neuer Sorten zu finanzieren.

Der BNN ist Partner von RightSeeds und bringt die Perspektive des Naturkostfachhandels ein, damit die Forschungsfragen möglichst praxisnah entwickelt und die Ergebnisse im Anschluss umso leichter umgesetzt werden können. Aus Züchterperspektive leisten dies der Kultursaat e.V. und der saat:gut e.V.

Die Nachwuchsgruppe RightSeeds wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltigkeit (FONA³). RightSeeds ist darin Teil der Fördermaßnahme „SÖF – Sozial-ökologische Forschung“ im Förderbereich „Nachwuchsgruppen in der Sozial-ökologischen Forschung“.