Pressemeldungen

Hier werden Ihnen jeweils die drei aktuellsten Pressemeldungen des Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. angezeigt.

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Archiv der Pressemeldungen

 

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Elke Röder begrüßt EuGH-Urteil: CRISPR/Cas ist Gentechnik

Heute hat sich der Europäische Gerichtshof zur rechtlichen Einstufung neuer gentechnischer Verfahren geäußert. Auf dieser Grundlage entscheiden EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten darüber, ob und wie sie diese künftig regulieren. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. hatte seit Bekanntwerden dieser Verfahren die Einstufung als Gentechnik gefordert. Heute hat der EuGH dies bestätigt.


Dazu der Kommentar von BNN-Geschäftsführerin Elke Röder:

„Wir begrüßen das Urteil des EuGH. Es ist im Sinne der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher und es trägt zum Schutz von Umwelt und nachfolgenden Generationen bei.

Trotz der positiven Botschaft gilt es nun zunächst den Urteilstext in Gänze abzuwarten und gründlich zu prüfen. Der Versuch, mit den neuen gentechnischen Methoden wie CRISPR/Cas oder zielgerichteter Mutagenese das Gentechnik-Gesetz zu umgehen, scheint vereitelt worden zu sein. Es ist aber noch zu früh für eine Entwarnung. So entscheidet der EuGH beispielsweise nicht über den nationalen Rechtsstreit. Es ist Sache des nationalen Gerichts, über die Rechtssache im Einklang mit der Entscheidung des Gerichtshofs zu entscheiden.

03.07.2018 - Resolution gegen neue Gentechniken: Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit haben Vorrang

In den nächsten Wochen wird sich der Europäische Gerichtshof zur rechtlichen Einstufung neuer gentechnischer Verfahren äußern. Auf dieser Grundlage entscheiden EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten darüber, ob und wie sie diese künftig regulieren. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. hat heute gemeinsam mit anderen Verbänden eine Resolution an die europäischen und nationalen Politikvertreter adressiert: Die neuen gentechnischen Verfahren müssen nach dem Gentechnikgesetz reguliert werden!

Dazu der Kommentar von BNN-Geschäftsführerin Elke Röder:

„Die Verbraucherinnen und Verbraucher lehnen Gentechnik ab – auf dem Acker und auf dem Teller. Die Wirtschaft muss das akzeptieren und die Politik entsprechend handeln. Soweit die Theorie.

Derzeit erleben wir aber den Versuch, mit neuen gentechnischen Methoden wie Genom-Editing oder zielgerichteter Mutagenese das Gentechnik-Gesetz zu umgehen, ja auszuhebeln. Das muss verhindert werden! Denn es handelt sich zweifelsfrei um Gentechnik und niemand weiß, welche Auswirkungen die DNS-Veränderungen langfristig haben werden.

13.06.2018 - Fipronil: Ein Problem des konventionellen Handels

Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. zu den Nachweisen von Fipronil in Bio-Eiern:

„Die neuerlichen Nachweise des Insektengiftes Fipronil in Bio-Eiern sind bezeichnend für eine Haltung von Supermärkten und Discountern, die Bio nur als Marketing verstehen, um das eigene Sortiment attraktiver wirken zu lassen. Der Fachhandel, vom kleinen Bio-Laden bis hin zum Bio-Supermarkt, greift auf eine eigene Lieferanten- und Großhandelsstruktur zurück. Ladnerinnen und Ladner kennen ihre Lieferanten sehr gut. Sie legen Wert auf Bio-Eier aus der Region, von Familien-Betrieben und zukunftsweisenden Haltungsformen – man denke an mobile Hühnerställe.

Wir wissen, dass die Eier aus niedersächsischen Packstellen an Penny, Aldi und Lidl geliefert wurden. Es ist davon auszugehen, dass auch in den anderen betroffenen Bundesländern die Wege zum konventionellen Einzelhandel führen und „Fipronil-Eier“ ein Problem des konventionellen Handels sind, der nur über Masse funktioniert.
Da die Konventionellen auch zukünftig Bio als reines Marketing-Tool verstehen und einsetzen werden, empfehle ich natürlich und grundsätzlich den Einkauf im Naturkostfachhandel.“