Pressemeldungen

Hier werden Ihnen jeweils die drei aktuellsten Pressemeldungen des Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. angezeigt.

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Archiv der Pressemeldungen

 

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19.12.2016 - Offener Brief von BODAN und BNN e.V. an die Netto Marken-Discount AG & Co. KG.

Offener Brief der BODAN Großhandel für Naturkost GmbH und des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Überraschung haben wir auf Ihrer Unternehmenswebsite die Meldung gelesen, dass Netto eine Weltneuheit in Form von Deutschlands erster natürlicher CO2-Lkw-Kühlung einsetzt.
Das klingt begrüßenswert, ist aber nicht korrekt. Folgende wesentliche Fakten wurden offenbar übersehen:

15.12.2016 - 1.000 Tage zähe Verhandlungen um die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung. „Wir machen Bio, weil wir keine Pestizide in der Umwelt wollen!“

Am 24. März 2014 legte die EU-Kommission den Vorschlag für eine neue EU-Öko-Verordnung vor. Der Kommission schwebte eine sogenannte „prinzipiengeleitete“ Neufassung des bewährten Regelwerks vor und ließ bildlich gesprochen, keinen Stein auf dem anderen.

Nach 1.000 Tagen (17.12.2016) bzw. 143 Wochen Verhandlungen auf europäischen und nationalstaatlichen Ebenen bleibt der Vorschlag bzw. der aktuelle Kompromiss-Stand an zahlreichen Punkten realitätsfern und handwerklich schlecht. Die Revision steckt infolgedessen in der Sackgasse.

8.12.2016 - Vorschlag zur Reform der Öko-Verordnung gescheitert

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren begrüßt die Einschätzung des Berichterstatters des EU-Parlaments Martin Häusling, dass die Beratungen zur Revision der EU-Öko-Verordnung vorläufig gescheitert sind. Damit besteht nun die große Chance, auf Basis der bewährten Öko-Verordnung ein handwerklich sauberes Regelwerk fortzuentwickeln, das Landwirten, Herstellern, Händlern und insbesondere Verbrauchern sowie dem ökologischen Gedanken gerecht wird.

Kommentar von Elke Röder, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V.: „Martin Häusling vertritt mit seinem deutlichen Votum die elementaren Interessen der Öko-Bauern in ganz Europa, denn Pestizidgrenzwerte, wie die EU-Kommission sie fordert, gehen völlig an der Realität vorbei. Die Bauern müssten sonst für Einträge aus Industrie und konventioneller Landwirtschaft rechtlich gerade stehen – wären also haftbar, obwohl sie diese nicht verantworten geschweige denn beeinflussen können. Hier geht es um ein grundsätzliches Umweltproblem, das nicht durch Grenzwerte gelöst werden kann. Daher gilt dem Berichterstatter des EU-Parlaments unser deutlicher Dank und unsere Zustimmung.