23.6.2014 - Bundesminister Schmidt äußert Bedenken an Revisionsplänen. BNN fordert Überzeugungsarbeit auf EU-Ebene

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. bewertet die Äußerungen von Minister Christian Schmidt zu den Revisionsplänen der EU-Kommission positiv.

Am Freitag hatte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft erklärt, der vorgelegte Legislativvorschlag würde zu deutlichen und ungerechtfertigten Erschwernissen für Erzeugung, Verarbeitung und Handel von und mit Bio-Produkten führen. Schmidt plädiert außerdem für eine Weiterentwicklung der Rechtsvorschriften, ohne das ganze System auf den Kopf zustellen.

Bundesregierung muss aktiv werden

„Der BNN bewertet die Äußerungen des Ministers als wichtigen Schritt. Entscheidend ist aber nun, dass die Bundesregierung alles dafür tut, dass der Kommissionsentwurf tatsächlich zurückgewiesen wird. Dazu gehört neben einem Bekenntnis zur Fortentwicklung der bestehenden Öko-Verordnung auch das aktive Werben für ein solches Vorgehen bei unseren europäischen Nachbarn. Die Argumente sind auf unserer Seite. Der BNN unterstützt das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft und bekräftigt sein Angebot, aktiv an einer Abwendung der geplanten Revision mitzuarbeiten“, so Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren.

Ablehnung des vorgelegten Legislativvorschlags

Bereits kurz nach der Vorlage des Entwurfs zur Revision der EU-Öko-Verordnung hatte der BNN seine Sorge über die zu erwartenden negativen Folgen deutlich gemacht. Der Verband bleibt bei seiner Forderung, den gemachten Vorschlag rundweg abzulehnen und auf Basis der bestehenden und bewährten Öko-Verordnung zusätzliche Optimierungen im Regelwerk umzusetzen.