26.11.15 - 21. Internationale UN-Klimakonferenz in Paris (COP21). „Es geht um viel mehr, als um zwei Grad!“

Am kommenden Montag treffen sich die Vertreter der Staatengemeinschaft zur nächsten UN-Klimakonferenz in Paris. Beschlossen werden soll ein neuer Weltklimavertrag, der erstmals nicht nur die Industriestaaten zum Kampf gegen die Erderwärmung umfasst, sondern möglichst alle Länder der Erde.

Besonders für Schwellen- und Entwicklungsländer, die teilweise großes Engagement zeigen, bedeutet dies hohe Hürden und Aufwände, die sie nicht alleine tragen können.

Das seit Langem kommunizierte Ziel: die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzen. Nicht wenige vermuten, dass die großen Klimasünder unter den teilnehmenden 196 Staaten die Erreichung des „Zwei-Grad-Ziels“ verhindern werden.
„Selbst wenn wir das Zwei-Grad-Ziel einhalten, ist es wichtig und wird auch immer wichtiger werden, einen zukunftsfähigen Lebensstil zu entwickeln und in der Breite zu praktizieren. Ein Weiter so darf es nicht geben - das geht alle an“, kommentiert BNN-Geschäftsführerin Elke Röder.

Häufig unterschätzt wird der eigene Anteil an der Zerstörung unwiederbringlicher natürlicher Ressourcen. Laut Weltagrarbericht verursacht allein die Landwirtschaft durch Tierhaltung, Düngung und Energieverbrauch 14% der weltweiten Treibhausgase. Rechnet man die Rodungen von Ur-wäldern für den Futtermittelanbau hinzu, sind es sogar 30%. Die Ökologische Landwirtschaft kann gegenüber der konventionellen auf eine wesentlich bessere Bilanz blicken. Zusätzlich wird nicht nur die Bodenfruchtbarkeit erhöht, sondern auch der Aufbau von neuem Boden realisiert. Ein erheb-licher Faktor, denn Böden speichern mehr Kohlenstoff als die Atmosphäre und alle Pflanzen zusammen!

Aber die Grenzen der Betrachtung dürfen nicht an dem Acker enden. Verarbeiter, Hersteller, Groß- und Einzelhändler der Naturkost- und Biobranche stemmen freiwillig und auf privatwirtschaftlicher Basis großartige Projekte, die Böden, Tieren, Pflanzen, der Umwelt und somit dem Klima und uns zu Gute kommen. Beispiele für diese teils visionären Anstrengungen, die weit über die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung hinausgehen, sammelt das Informationsprojekt Nachhaltig Bio! Leistungen, an denen Naturkost-Kunden direkt teilhaben und so einen Beitrag leisten.

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. wird die Klimakonferenz vom 30.11. bis 11.12. durch seine Medien begleiten und die Ergebnisse kritisch prüfen. Interessante Fakten, Nachrichten und Neuigkeiten zum Lesen, Liken und Teilen gibt es ab Montag auf unserem Facebook-Profil.