29.05.2015 - Stiftung Warentest warnt vor Mineralöl in Kosmetika. Naturkosthandel erweist sich erneut als einzige Alternative

Die Stiftung Warentest hat 25 exemplarisch ausgewählte Kosmetika untersucht, die auf Mineralöl basieren. Alle sind mit kritischen Substanzen belastet, von denen einige sogar als potenziell krebserregend gelten.

Der hohe Gehalt der gemessenen aromatischen Kohlenwasserstoffen (MOAH) spricht dafür, dass es sich nicht um eine Verunreinigung aus dem Produktionsprozess handelt, sondern der Inhaltsstoff selbst die Ursache für den Fund war. Zwar steht eine abschließende gesundheitliche Bewertung noch aus, doch laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) könnte die MOAH-Fraktion ein „karzinogenes Risiko“ darstellen.

„Der BNN hat mit den Sortimentsrichtlinien für den Naturkosteinzelhandel jene weiße Flecken definiert und geregelt, die die EU-Öko-Verordnung offen lässt. Dazu gehört natürlich auch Kosmetik“, erklärt Cornelia Dressler vom Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. „Für Kosmetikprodukte gilt, dass sie von zugelassenen und unabhängigen Zertifizierern geprüft wurden. Dazu gehört neben vielen anderen Kriterien auch die Maßgabe, im Produktionsprozess keine Erdölderivate einzusetzen. Unsere Mitglieder aus dem Einzelhandel haben sich den Sortiments-richtlinien verpflichtet und lassen ihre Verkaufsstätten regelmäßig kontrollieren. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich also sicher sein: im Naturkostfachhandel gibt es nur zertifizierte Naturkosmetik und diese ist natürlich Mineralöl-frei“, so Dressler weiter.