8.6.2016 - BNN und BioBoden informierten Gäste des Bundespräsidenten. Woche der Umwelt: Boden – schätzen und schützen

Am gestrigen Dienstag öffnete Schloss Bellevue, Sitz des Bundespräsidenten Joachim Gauck, seine Tore für die Woche der Umwelt. Ziel der zweitägigen Veranstaltung, die gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgerichtet wird, ist der Gedanke, die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie Chancen zur Lösung globaler Umweltfragen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und zu diskutieren.

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. und die BioBoden Genossenschaft luden am ersten Veranstaltungstag zur Diskussionsrunde: Boden - schätzen und schützen. Gemeinsam mit Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der DBU, BioBoden-Vorstand Uwe Greff, NDR-Redakteurin Anna Marohn und Ökodorf Brodowin-Geschäftsführer Ludolf von Maltzan wurde die essentielle Relevanz der Ressource Boden sowie die immer schwieriger werdende Lage vieler Bio-Landwirte, ausreichend Ackerland zu erhalten, thematisiert.

„Das große Interesse an der Idee einer Boden-Genossenschaft und auch die zahlreichen Fragen aus dem Publikum zeigen deutlich, dass viele Menschen, die vielleicht keinen direkten Bezug zur Landwirtschaft haben, trotzdem die zentrale Bedeutung der Arbeit der BioBoden erkennen und unterstützen. Als Gründungspartner der Genossenschaft verstehen wir es als unsere Aufgabe, die Informationsarbeit für das gemeinsame Ziel voranzutreiben, um noch mehr Unterstützer zu gewinnen“, betonte BNN-Geschäftsführerin Elke Röder, die durch die Veranstaltung führte.

„Die Beweggründe, die BioBoden Genossenschaft zu unterstützen und somit Anbaufläche für Öko-Landwirte zu sichern sind vielfältig. Oft stehen das Interesse an nachhaltigen Biolebensmitteln und der Wunsch nach einer Stärkung der regionalen Biolandwirtschaft im Vordergrund; häufig möchten Grundbesitzer ihre Flächen nachhaltig statt intensiv bewirtschaftet sehen. Egal, ob ein direkter Bezug herrscht oder nicht, allen Unterstützern ist gemein, dass die Sache zählt“, so Uwe Greff. „Das motiviert unser Team enorm und ist eine tolle Bestätigung unserer Arbeit.“

Mehr als 50 Gäste besuchten die Diskussion, die auch nach Ende des offiziellen Programms im Garten des Schloss Bellevue in kleiner Gruppe fortgesetzt wurde. Die Mitwirkenden waren sich einig, dass die Herausforderung, Boden für Bio-Bauern zu sichern, vieler weiterer und vor allem langfristiger Anstrengungen bedarf.

Mehr über die Möglichkeit, die BioBoden Genossenschaft aktiv zu unterstützen, gibt es hier.

Bildmaterial der gestrigen Veranstaltungen: Bild 1, Bild 2, Bild 3.