8.7.2014 - Bundeslandwirtschaftsminister zeigt sich offen für Anliegen der Bio-Branche. Schmidt: „Das macht Lust auf mehr Öko!“

Um die anstehenden Herausforderungen der Bio-Branche zu erörtern, lud heute Bundesminister Christian Schmidt erstmals Vertreter/-innen des Öko-Markts zum Gespräch ins Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Wichtigstes Thema war die von der EU-Kommission geplante Revision der Öko-Verordnung und deren Folgewirkungen.

Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) e.V., vertrat die im BNN organsierten Hersteller, Groß- und Einzelhändler. In eindringlichen Worten zeichnete sie ein deutliches Bild der zu erwartenden schwerwiegenden Folgen, die der aktuelle Kommissionsentwurf nach sich ziehen wird.

Christian Schmidt zeigte sich beeindruckt von der Fachkenntnis der anwesenden Branchen-vertreter/-innen sowie dem konstruktiven und guten Klima. Das mache Lust auf mehr Gespräche und auf mehr Öko, sagte der Bundesminister und ließ bereits durchblicken, dass nicht nur er, sondern auf europäischer Ebene sehr viele seiner Kollegen, ähnliche Vorbehalte gegen den Revisionsvorschlag hegen würden. Der Landwirtschaftsminister drückte deutlich seine Sorge darüber aus, dass die vorgeschlagene Revision das Gegenteil der postulierten Ziele erreichen könne. So sei es möglich, dass das Verbrauchervertrauen weiter sinken würde und gleichzeitig die Unwägbarkeiten für die Bio-Branche erheblich werden könnten.

„Christian Schmidt hat heute großes Verständnis für unsere Bedenken gezeigt. Wir hoffen sehr, dass durch seine Person diese Einsicht auch im EU-Agrarministerrat Einzug hält. Der BNN steht dem Bundeslandwirtschaftsminister in dieser Sache gerne beratend zur Seite, um die geplante Totalrevision abwenden zu können. Insbesondere, weil die bestehende Verordnung umfangreiches Potential zur stringenten Weiterentwicklung birgt“, resümiert Elke Röder das Treffen in Berlin.