EU-Konsultation bis 22.10.21: Gentechnik auch in Zukunft strikt regulieren!

Die EU-Kommission möchte die derzeit geltenden Rechtsvorschriften für genveränderte Organismen (GVO) aufweichen. Dazu hat sie nun einen „Fahrplan“ für einen Konsultationsprozess veröffentlicht, der eine Gesetzesreform vorbereiten soll. Bürger*innen haben die Möglichkeit die Reformpläne über ein Online-Formular kritisch zu kommentieren. Die Zeit drängt: Die Frist für Kommentare endet am 22.10.2021.

Die neue EU-Gesetzgebung könnte regeln, dass Genom-editierte Nutzpflanzen nicht mehr als gentechnisch verändert klassifiziert werden. Würde die künftige Gentechnik-Gesetzgebung nach diesen Ansätzen der EU-Kommission gestaltet, stünden Kernelemente der heutigen Regeln in Frage: Verpflichtende Zulassungsverfahren samt Risikoprüfung und -bewertung vor Import oder Anbau, Kennzeichnungspflicht, Rückverfolgbarkeit und Monitoring genehmigter GVO, Haftungsregelungen, Transparenz und Wahlfreiheit.

Das Problem: Die EU-Kommission bedient vor allem die Interessen der Gentechnikindustrie. Der Schutz der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft wird dagegen als „Neben-Thema“ abgehandelt.

EU-Kommission bietet Kommentarfunktion zu Vorschlägen

Alle Bürgerinnen und Bürger können bis zum 22.10.2021 das Papier der EU-Kommission online kommentieren. Anzahl und Tenor der Rückmeldungen werden erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Ziel von 25 % Bio in der EU bis 2030 erreicht wird, oder ob sich ein Agrarmodell mit der Kombination von Saatgut mit chemisch-synthetischen Pestiziden und patentiertem Saatgut durchsetzt.

Bringen Sie Ihre Meinung ein! So geht’s:

Tragen Sie Ihre Daten in das verlinkte Formular (am Ende der Seite) ein, wählen Sie die für Sie wichtigsten Argumente aus oder schreiben einen eigenen Text. Klicken Sie auf „senden“ – fertig!

Weitere Informationen und die bereits eingegangene Statements finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.