Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, Sie auf der Website des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. begrüßen zu dürfen. Der BNN ist ein Verband von Verarbeitern, Inverkehrbringern, Groß- und Einzelhändlern von ökologischen Lebensmitteln und Waren in Deutschland und Europa. Erfahren Sie mehr.

Gruppenfoto BNN 2019

18.3.2020 - Corona-Krise

Bio-Branche sorgt für Versorgungssicherheit

Die aktuelle Corona-Krise stellt auch die Lebensmittelhersteller und -händler*innen im Naturkostbereich vor nie dagewesene Herausforderungen. Die Nachfrage nach Lebensmitteln ist derzeit überall hoch. Entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette arbeiten die Unternehmen mit Hochdruck für die Versorgung in Deutschland.

Beschäftigte der Lebensmittelhersteller sowie im Groß- und Einzelhandel von Naturkost und Naturwaren fahren derzeit Sonderschichten und leisten Mehrarbeit, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können. Täglich sorgen die Mitarbeiter*innen der Bio-Läden an vorderster Front dafür, dass die Verbraucher*innen weiterhin ausreichend Lebensmittel einkaufen können. Home-Office ist vielfach keine Option.

Zur Unterstützung des Naturkostfachhandels setzt sich der BNN aktuell gemeinsam mit anderen Verbänden gegenüber der Politik und den Behörden dafür ein, dass der Lebensmittelhandel als systemrelevant eingestuft wird. Damit die Kinder der Beschäftigten ebenso wie die von Medizinern und Sicherheitskräften in die Notbetreuung aufgenommen werden können, die nach den mittlerweile erfolgten Schul- und Kitaschließungen nötig geworden ist.

Auch in den nächsten Wochen ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Lebensmitteln hoch bleibt und damit auch die Belastung der engagierten Akteure entlang der gesamten Lieferkette. Deshalb braucht es jetzt für die Unternehmen zusätzlich eine Reihe von kurzfristigen Ausnahmen und Modifikationen bei Regelungen für Arbeitskräfte, um dringende und für die Lebensmittelversorgung erforderliche Arbeiten erledigen und den Mehrbedarf an Personal decken zu können. Auch dafür setzen wir uns unter Federführung unseres Spitzenverbandes, des Bundesverbandes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) derzeit mit Nachdruck ein.

All den engagierten Menschen im Naturkostfachhandel: Danke für Euern großartigen Einsatz!

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus finden Sie auf der Website des Robert Koch Instituts.

07.02.2020 - Umsatzzahlen

Greta-Effekt: Bio-Branche boomt 

Die Bio-Branche gewinnt neue Kund*innen. Gleichzeitig kaufen die Kund*innen mehr. Der Naturkostgroßhandel hat seinen Umsatz in 2019 deutlich gesteigert. Er verzeichnet für 2019 einen Umsatzzuwachs von rund 8 Prozent. Laut Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. haben der ‚Greta-Effekt‘ und das gesteigerte Bewusstsein der Verbraucher*innen für Nachhaltigkeit einen deutlich positiven Einfluss auf die Marktentwicklung.

Der deutsche Naturkostgroßhandel steigerte seinen Umsatz von knapp 1,78 Mrd. Euro (2018) auf gut 1,92 Mrd. Euro (2019). Der Blick auf die einzelnen Monate zeigt: Alle schließen mit einem Umsatzgewinn ab. Dabei ist das erste Halbjahr traditionell das stärkere – diesmal war es jedoch genau umgekehrt. 2019 war von einer besonderen Dynamik geprägt. Im zweiten Halbjahr 2019 fiel die Umsatzentwicklung mit 7,92 Prozent deutlich höher aus als nach dem ersten Halbjahr zu erwarten war. Für den Facheinzelhandel lässt sich daraus ein Umsatzplus von 8,67 Prozent und ein Gesamtumsatz von 3,76 Mrd.  Euro hochrechnen (2018: 3,46 Mrd. Euro).

„Die Entwicklung der Umsatzzahlen im Verlauf des Jahres spiegelt die wachsende Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf der gesellschaftspolitischen Agenda. Mit ‚Fridays for Future‘, zwei globalen Klimastreiks und viel medialer Aufmerksamkeit ist das Thema nachhaltiger Konsum in der zweiten Jahreshälfte viel stärker bei Verbraucher*innen angekommen“, kommentiert Kathrin Jäckel, BNN-Geschäftsführerin Kommunikation und Markt, die Entwicklung in 2019.

Umsatzzahlen 2019

13.01.2020 - Kükentöten

Es gibt eine Alternative zum Brudermord

Das Kükenschreddern ist immer noch gängige Praxis in der konventionellen Tierhaltung. Anlässlich der heutigen Konferenz von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zum Ausstieg aus dem Kükentöten fordert der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V., ein längst überfälliges, gesetzliches Verbot dieser Praxis und die konsequente Förderung ganzheitlicher Alternativen.

45 Millionen männliche Küken werden jedes Jahr in Deutschland getötet. Aus nur einem Grund: Sie sind männlich, legen keine Eier, aber als Masthähnchen setzen sie zu wenig Fleisch an. Die männlichen Jungtiere landen daher direkt nach dem Schlüpfen entweder lebendig im Schredder oder werden mit Kohlendioxid vergast.

Die Politik ist sich parteiübergreifend einig, dass diese grausame Praxis ein Ende haben muss. Im Koalitionsvertrag verspricht die Große Koalition, das Töten der Eintagsküken bis zur Mitte der Legislaturperiode zu beenden. Dieser Zeitpunkt ist lange verstrichen und das Versprechen wurde nicht eingelöst. Immer noch herrscht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der öffentlich kommunizierten moralischen Verantwortung und der alltäglichen Praxis bei der Eierproduktion.