Pressemeldungen

Hier werden Ihnen jeweils die drei aktuellsten Pressemeldungen des Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. angezeigt.

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Archiv der Pressemeldungen

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BNN-Vorständin Tina Andres ist die neue Spitze des Bio-Dachverbands BÖLW

Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) wurde Tina Andres, Mitglied des Vorstandes des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V., mit großer Mehrheit zur Vorsitzenden des BÖLW-Vorstands gewählt. Stellvertretend für den BNN-Vorstand gratuliert Rosi Weber, BNN-Vorstandsvorsitzende, Tina Andres zum neuen Amt, das sie ab dem 11. November 2021 übernehmen wird.

22.04.2021 - Nutri-Score benachteiligt Bio: BNN startet Kampagne im Naturkostfachhandel

Der in Deutschland auf freiwilliger Basis eingeführte Nutri-Score soll Verbraucher*innen die Lebensmittelauswahl erleichtern und bei einer gesünderen Ernährung unterstützen. Doch wichtige Faktoren einer gesunden Ernährung, wie z. B. der Verarbeitungsgrad oder Zusatz- und Ersatzstoffe, werden hierbei nicht berücksichtigt. Dadurch benachteiligt der Nutri-Score Bio-Lebensmittel erheblich. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. startet jetzt eine Verbraucherkampagne, um Kund*innen von Bio-Läden aufzuklären.

„Der Nutri-Score kann Verbraucher*innen in die Irre führen. Daher hat der BNN eine Informationskampagne für den Bio-Fachhandel entwickelt. Das Kampagnenmaterial für den Point-of-Sale umfasst einen Informationsflyer, der verbrauchergerechte Hintergrundinformationen liefert und drei Plakatmotive. Anhand von konkreten Produktbeispielen werden die Kritikpunkte der Bio-Branche am Nutri-Score dargestellt und erklärt. Ergänzt werden die Print-Materialien durch digitale Formate für die verschiedenen Social-Media-Kanäle, unter anderem digitale Share-Pics und kurze Videos“, kommentiert Hans F. Kaufmann, Leiter Kommunikation beim BNN, den Kampagnenstart.

Der Nutri-Score wird von Hersteller*innen des Naturkostfachhandels bisher kaum genutzt. Denn Bio-Lebensmittel werden durch den Nutri-Score benachteiligt. Hochwertige Inhaltsstoffe wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ein hoher Ballaststoffgehalt und sekundäre Pflanzenstoffe werden in der Bewertung bestimmter Produktgruppen gar nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie ein ganz wesentlicher Bestandteil gesunder und ausgewogener Ernährung sind.

Im Gegensatz zu konventionell produzierten Lebensmitteln, die beispielsweise Zuckerersatzstoffe enthalten können, die vom Nutri-Score nicht erfasst werden, wird bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln weitestgehend auf synthetische Ersatzstoffe verzichtet. Bei Bio-Lebensmitteln ist dies durch die EU-Öko-Verordnung reguliert. Diese lässt nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Ersatzstoffen zu. Bio-Hersteller*innen können und wollen ihre Produkte nicht in vergleichbarer Weise schönen.

15.02.2021 - Bio-Fachhandel 2020 stark gewachsen: Gesundheit und Nachhaltigkeit für Kunden am wichtigsten

Die Umsätze im Fachhandel für Biolebensmittel und Naturwaren sind 2020 stark gewachsen: Der Gesamtumsatz des Facheinzelhandels lag nach Hochrechnung des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. 2020 bei 4,37 Milliarden Euro und damit 16,4 Prozent über dem Vorjahr (2019: 3,76 Milliarden Euro). Laut BNN ist die positive Marktentwicklung geprägt durch ein gesteigertes Bewusstsein der Verbraucher*innen für nachhaltige und gesunde Lebensmittel.

Die Corona-Pandemie hat das Interesse von Kund*innen an gesunden und ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln und Waren 2020 deutlich verstärkt. Dabei folgte die Entwicklung der Umsätze im Jahresverlauf der Dynamik der Pandemie. In den Lockdown-Phasen im Frühjahr und am Ende des Jahres lagen die Umsätze teils 20 bis 30 Prozent über dem Vorjahr. Der Naturkostgroßhandel hat 2020 um 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt und lag bei einem Umsatz von 2,34 Milliarden Euro (2019: 1,92 Milliarden Euro).

Bewusstsein für nachhaltige Lebensweise wächst
Laut aktuellem Öko-Barometer, das jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben wird, haben die „Begleitumstände der Pandemie (…) bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten auch dazu geführt, ihre Ernährung und ihr Einkaufsverhalten zu hinterfragen und unter anderem ökologischer zu konsumieren“. Besondere Motive dafür sind Umwelt- und Klimaschutz sowie artgerechte Tierhaltung. Auch die Bedeutung von Regionalität und ökologischer Produktion ist bei den Verbraucher*innen dem Öko-Barometer zufolge erheblich gestiegen. Diese Entwicklung spiegelt sich deutlich in den Umsatzzahlen des Bio-Fachhandels wider.