„Gentechnik? Bio macht’s ohne!“ Plakataktion bringt klare Bio-Botschaft in den Handel

28. September 2026 • Aktuelles • BNN-News

Mit einer gemeinsamen Plakataktion macht die Bio-Branche sichtbar, wofür Bio auch in Zukunft steht: für Lebensmittel ohne Gentechnik und neue genomische Techniken. Der BNN hat die Aktion im Bündnis „Bio-Branche ohne NGT“ gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen auf den Weg gebracht.

Eine klare Botschaft des Bio-Fachhandel

„Gentechnik? Bio macht’s ohne!“* Unter diesem Motto bringt die Kampagne die Leistung von Bio auf den Punkt – direkt an den Ort, an dem Verbraucher*innen täglich Kaufentscheidungen treffen: in den Bio-Fachhandel.

Die Kampagne wurde bewusst als POS-Aktion konzipiert. Statt eines klassischen Protestmotivs setzt sie auf eine positive, leicht verständliche Ansprache. Das Plakat soll Orientierung geben und deutlich machen: Wer Bio kauft, entscheidet sich für eine Wirtschaftsweise, die ohne Gentechnik und neue genomische Techniken arbeitet.

BNN bringt politische Arbeit und Kommunikation am POS zusammen

Der BNN setzt sich auf politischer Ebene seit Langem für die Interessen der Naturkostbranche und für Rahmenbedingungen ein, die eine gentechnikfreie Bio-Produktion* auch praktisch ermöglichen.

Mit der Plakataktion kommt eine weitere Ebene hinzu: Die politische Debatte wird in eine verständliche Kommunikation für den Fachhandel und seine Kund*innen übersetzt.

Warum das Thema gerade jetzt wichtig ist

Bei den Regeln für neue genomische Techniken (NGT) verändert sich auf EU-Ebene einiges. Vereinfacht gesagt: Für bestimmte mit neuen gentechnischen Verfahren erzeugte Pflanzen gelten künftig weniger strenge Vorgaben als bisher. Lebensmittel, die aus Pflanzen der sogenannten Kategorie NGT-1 hergestellt werden, müssen im Laden nicht als NGT-Produkte gekennzeichnet werden.

Für Bio gilt dagegen weiterhin eine klare Regel: Neue genomische Techniken dürfen in der ökologischen Produktion nicht eingesetzt werden.

Für Verbraucher*innen ist dieser Unterschied im Alltag allerdings nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar. Gerade deshalb wird es für die Bio-Branche wichtiger, verständlich zu erklären, was Bio beim Thema Gentechnik auszeichnet und Verbraucher*innen beim Einkauf Orientierung zu geben.

Genau hier setzt die Plakataktion „Gentechnik? Bio macht’s ohne!“ an. Sie übersetzt ein komplexes politisches Thema in eine einfache Botschaft für den Laden: Bio steht auch weiterhin für eine Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik und neue genomische Techniken.

Damit gibt die Kampagne dem Fachhandel ein unkompliziertes Werkzeug an die Hand, um den Verzicht auf Gentechnik und neue genomische Techniken in der Bio-Produktion direkt am Point of Sale sichtbar zu machen - ohne dass Händler*innen ihren Kund*innen zunächst die europäische Gentechnikgesetzgebung erklären müssen.

Jetzt heißt es: Plakate in die Läden!

Die Materialien sind fertig, jetzt sollen sie möglichst vielerorts sichtbar werden.

Für Einzelhändler*innen bietet die Kampagne eine unkomplizierte Möglichkeit, die Qualität von Bio gegenüber ihren Kundinnen zu kommunizieren. Die Plakate stehen in unterschiedlichen Formaten und Ausführungen zur Verfügung und können beispielsweise im Schaufenster, im Eingangsbereich oder auf der Verkaufsfläche eingesetzt werden. Ergänzend stehen Druckvorlagen für Sticker und Buttons zur Verfügung.

Ein Vorteil für BNN-Mitglieder: Alle Druckvorlagen der Kampagne, von den Plakaten in verschiedenen Formaten bis zu Stickern und Buttons, stehen unseren Mitgliedsunternehmen exklusiv im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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Hintergrund

Die Idee entstand im Bündnis „Bio-Branche ohne NGT“. Gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen der Bio-Branche hat der BNN die Entwicklung und Umsetzung der Materialien vorangetrieben. Ein besonderer Dank gilt Schrot & Korn, das die Verwendung des bekannten Zeichens „Genfood? Nein danke!“ für die Aktion ermöglicht hat.

Möglich wurde die Kampagne durch das gemeinsame Engagement von Bioland, dennree, Biokreis, Demeter, Naturland, BÖLW, Schrot & Korn, bioverita, Gäa, Verbund Ökohöfe, BODAN, Rinklin, TERRA und Grell.

 

*Der Verzicht auf Gentechnik ist eine gesetzliche Vorgabe für die ökologische Produktion. Nach der EU-Öko-Verordnung (EU) 2018/848 dürfen gentechnisch veränderte Organismen (GVO), aus GVO hergestellte Erzeugnisse und durch GVO hergestellte Erzeugnisse nicht in der ökologischen Produktion verwendet werden. Die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben gelten auch für den Einsatz neuer genomischer Techniken (NGT) in der ökologischen Produktion.