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Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. is the Association of Organic Processors, Wholesalers and Retailers which represents the interests of the organic food and natural goods sector on a political and economical level. The association participates in the constitution of national and international legislative projects, for example in the enhancements of the EU-Organic Regulations. Furthermore, it issues press relations and is active in public relations.

BNN General Assembly 2019
The association adopts special quality guidelines for the organic food trade, for example the benchmarks for pesticide residues in organic products and a resolution requiring full declaration of all food ingredients. BNN Monitoring for Fruit and Vegetables in the whole food trade adds to the established process controls in the ecological food industry.

BNN offers various possibilities for a dialog between member companies and promotes the open exchange of information and views in the whole food sector. Among the members are processors, wholesalers, importers and retailers of organic products.

The association and its members are involved in the further development of the market for organic food and natural products and thereby also in the creation and maintenance of employment in the regions.

BNN is a member of IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) and BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft).

02.03.2021 - BIOFACH / VIVANESS: Themenveranstaltungen gut besucht

Die erste digitale BIOFACH/VIVANESS schloss am Freitag ihre virtuellen Tore mit einer eindrucksvollen Bilanz: 13.800 Fachbesucher*innen und 1.442 Ausstellende aus aller Welt nahmen am eSPECIAL der BIOFACH teil. An drei Messetagen und in 775 Kongress- und Veranstaltungspanels diskutierte die Bio-Branche aktuelle Themen, wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation, neue Entwicklungen im Bio-Recht, über Markt- und Handelsthemen bis zu Produktneuheiten.

Besonders gut frequentiert waren vor allem die Vortragsveranstaltungen und Diskussionsrunden. Wir freuen uns, dass der BNN dabei mit einer Vielzahl interessanter Themen wie „Nutri-Score“, „wahre Preise“, „ökologische Transformation“, „nachhaltig kühlen“ und „bio & regional“ und einem jeweils sehr engagierten Podium aus Fachexpert*innen und Vertreter*innen von Mitgliedsunternehmen vertreten war. Das Interesse an unseren Veranstaltungen im Kongressprogramm war sehr positiv. Durch die digitale Umsetzung konnten wir zum Teil mehr als 250 Teilnehmer*innen bei einer Kongressveranstaltung begrüßen. Für alle Messeteilnehmer*innen, die nicht dabei waren, besteht die Möglichkeit, sich die Veranstaltungen aus dem Kongressprogramm im Nachhinein anzuschauen (s. Aufzeichnungslinks unten).

Das eSPECIAL von BIOFACH/VIVANESS hat viele Wege gefunden, die Messe ins Digitale zu übertragen. Doch die persönliche Begegnung, der spontane Standbesuch und sich ergebende Gespräche im Fachhandelsforum kann das auf Dauer nicht ersetzen. Als Aussteller haben wir das verstärkt wahrgenommen. Deshalb drücken wir alle Daumen, dass die nächste BIOFACH/VIVANESS wieder live in Nürnberg stattfindet.

15.02.2021 - Bio-Fachhandel 2020 stark gewachsen: Gesundheit und Nachhaltigkeit für Kunden am wichtigsten

Die Umsätze im Fachhandel für Biolebensmittel und Naturwaren sind 2020 stark gewachsen: Der Gesamtumsatz des Facheinzelhandels lag nach Hochrechnung des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. 2020 bei 4,37 Milliarden Euro und damit 16,4 Prozent über dem Vorjahr (2019: 3,76 Milliarden Euro). Laut BNN ist die positive Marktentwicklung geprägt durch ein gesteigertes Bewusstsein der Verbraucher*innen für nachhaltige und gesunde Lebensmittel.

Die Corona-Pandemie hat das Interesse von Kund*innen an gesunden und ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln und Waren 2020 deutlich verstärkt. Dabei folgte die Entwicklung der Umsätze im Jahresverlauf der Dynamik der Pandemie. In den Lockdown-Phasen im Frühjahr und am Ende des Jahres lagen die Umsätze teils 20 bis 30 Prozent über dem Vorjahr. Der Naturkostgroßhandel hat 2020 um 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt und lag bei einem Umsatz von 2,34 Milliarden Euro (2019: 1,92 Milliarden Euro).

Bewusstsein für nachhaltige Lebensweise wächst
Laut aktuellem Öko-Barometer, das jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben wird, haben die „Begleitumstände der Pandemie (…) bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten auch dazu geführt, ihre Ernährung und ihr Einkaufsverhalten zu hinterfragen und unter anderem ökologischer zu konsumieren“. Besondere Motive dafür sind Umwelt- und Klimaschutz sowie artgerechte Tierhaltung. Auch die Bedeutung von Regionalität und ökologischer Produktion ist bei den Verbraucher*innen dem Öko-Barometer zufolge erheblich gestiegen. Diese Entwicklung spiegelt sich deutlich in den Umsatzzahlen des Bio-Fachhandels wider.

„Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung ist durch die Erfahrung der Pandemie noch einmal deutlich gestiegen. Ebenso die Bedeutung von regionalen Produkten aus resilienten Lieferketten. Durch den Wegfall der Außer-Haus-Verpflegung mussten die Menschen 2020 verstärkt selber kochen und haben sich daher intensiver mit der Herkunft und der Qualität ihrer Lebensmittel beschäftigt. „Das hat sie vermehrt in den Bio-Fachhandel geführt, weil der authentisch und glaubwürdig für all das steht: gesunde Lebensmittel in bester Qualität, oft aus lokalen und regionalen Netzwerken, ökologisch nachhaltig produziert und gehandelt“, begründet BNN-Geschäftsführerin Kathrin Jäckel den Zuwachs.

09.12.2020 - Offener Brief der Bio-Branche an Lebensmittelwirtschaft und Politik

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. schaltet sich mit einem offenen Brief an Politik, Bauernverbände und Unternehmen des Lebensmittelhandels in die aktuelle Diskussion um das Agrarmarktstrukturgesetz und die Debatte um die UTP-Richtlinie ein.

Darin fordert die Bio-Branche die Akteur*innen von Politik und Lebensmittelwirtschaft dazu auf, gemeinsam an einem enkeltauglichen Ernährungssystem zu arbeiten, „in dem Menschen an allen Stellen in Würde wertige und gesunde Lebensmittel herstellen und handeln“, so der offene Brief. Die Bio-Branche adressiert dabei alle Akteur*innen der Lebensmittelwirtschaft und fordert mehr Nachdenklichkeit und Selbstreflexion statt gegenseitige Vorwürfe. Insbesondere richtet sich das Schreiben an:

„[Den] Bauernverband, der die Industrialisierung der Landwirtschaft aktiv mitgestaltet hat. Die Lebensmittel-Großindustrie, die auf Rationalisierung getrimmt, in immer größeren Einheiten immer künstlichere Lebensmittel produziert. Die Handelsriesen, die im Oligopol nurmehr Billigpreise für Verkaufsargumente halten. Die Politik, die im Glauben an einen globalisierten Welthandel nicht verstanden hat, wie viel gesellschaftliches Potenzial für die Themen Klimaschutz, Gesundheit, Ressourcenschonung und soziales Miteinander das Feld Ernährung birgt.“

Die Bio-Branche ruft alle Menschen und Unternehmen, die mit Lebensmitteln zu tun haben, dazu auf, ihre Verantwortung für die Natur, die Lebensbedingungen und Lebensqualität und vor allem die der jungen Menschen und der nachfolgenden Generationen in die Hände zu nehmen und aktiv umzugestalten. Dazu fordern die Mitglieder des Bio-Fachhandelsverbandes von der Politik einen radikalen, konsequenten und zügigen Systemwechsel hin zu einem deutlich extensivierten Ernährungssystem.

In ihrem Schreiben formuliert die Bio-Branche konkrete politische Forderungen. Dazu zählt u.a. „die ambitionierte Umsetzung der europäischen Lieferkettengesetzgebung und der Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP) in nationales Recht“, „die weitgehende Re-Regionalisierung von Land- und Lebensmittelwirtschaft zur Stabilisierung der Versorgungssysteme und ihrer Lieferketten“, „das vollständige Verbot chemisch-synthetischer Dünger, Pestizide, Herbizide und Fungizide“ und „ein Steuerrecht, das Schadwirkungen bepreist und die Gemeinwohl-Systemleistungen von Lebensmittelakteur*innen honoriert“.