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Wir freuen uns, Sie auf der Website des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. begrüßen zu dürfen. Wir vertreten die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Naturkostbranche. Mit rund 200 Mitgliedsunternehmen ist der BNN ein starkes Netzwerk der Bio-Wirtschaft, in dem sowohl Hersteller*innen und Großhändler*innen sowie selbstständige und filialisierte Einzelhändler*innen zusammen eine Heimat haben.
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Gruppenfoto BNN 2019

22.04.2021 - Nutri-Score benachteiligt Bio: BNN startet Kampagne im Naturkostfachhandel

Der in Deutschland auf freiwilliger Basis eingeführte Nutri-Score soll Verbraucher*innen die Lebensmittelauswahl erleichtern und bei einer gesünderen Ernährung unterstützen. Doch wichtige Faktoren einer gesunden Ernährung, wie z. B. der Verarbeitungsgrad oder Zusatz- und Ersatzstoffe, werden hierbei nicht berücksichtigt. Dadurch benachteiligt der Nutri-Score Bio-Lebensmittel erheblich. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. startet jetzt eine Verbraucherkampagne, um Kund*innen von Bio-Läden aufzuklären.

„Der Nutri-Score kann Verbraucher*innen in die Irre führen. Daher hat der BNN eine Informationskampagne für den Bio-Fachhandel entwickelt. Das Kampagnenmaterial für den Point-of-Sale umfasst einen Informationsflyer, der verbrauchergerechte Hintergrundinformationen liefert und drei Plakatmotive. Anhand von konkreten Produktbeispielen werden die Kritikpunkte der Bio-Branche am Nutri-Score dargestellt und erklärt. Ergänzt werden die Print-Materialien durch digitale Formate für die verschiedenen Social-Media-Kanäle, unter anderem digitale Share-Pics und kurze Videos“, kommentiert Hans F. Kaufmann, Leiter Kommunikation beim BNN, den Kampagnenstart.

Der Nutri-Score wird von Hersteller*innen des Naturkostfachhandels bisher kaum genutzt. Denn Bio-Lebensmittel werden durch den Nutri-Score benachteiligt. Hochwertige Inhaltsstoffe wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ein hoher Ballaststoffgehalt und sekundäre Pflanzenstoffe werden in der Bewertung bestimmter Produktgruppen gar nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie ein ganz wesentlicher Bestandteil gesunder und ausgewogener Ernährung sind.

Im Gegensatz zu konventionell produzierten Lebensmitteln, die beispielsweise Zuckerersatzstoffe enthalten können, die vom Nutri-Score nicht erfasst werden, wird bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln weitestgehend auf synthetische Ersatzstoffe verzichtet. Bei Bio-Lebensmitteln ist dies durch die EU-Öko-Verordnung reguliert. Diese lässt nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Ersatzstoffen zu. Bio-Hersteller*innen können und wollen ihre Produkte nicht in vergleichbarer Weise schönen.

02.03.2021 - BIOFACH / VIVANESS: Themenveranstaltungen gut besucht

Die erste digitale BIOFACH/VIVANESS schloss am Freitag ihre virtuellen Tore mit einer eindrucksvollen Bilanz: 13.800 Fachbesucher*innen und 1.442 Ausstellende aus aller Welt nahmen am eSPECIAL der BIOFACH teil. An drei Messetagen und in 775 Kongress- und Veranstaltungspanels diskutierte die Bio-Branche aktuelle Themen, wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation, neue Entwicklungen im Bio-Recht, über Markt- und Handelsthemen bis zu Produktneuheiten.

Besonders gut frequentiert waren vor allem die Vortragsveranstaltungen und Diskussionsrunden. Wir freuen uns, dass der BNN dabei mit einer Vielzahl interessanter Themen wie „Nutri-Score“, „wahre Preise“, „ökologische Transformation“, „nachhaltig kühlen“ und „bio & regional“ und einem jeweils sehr engagierten Podium aus Fachexpert*innen und Vertreter*innen von Mitgliedsunternehmen vertreten war. Das Interesse an unseren Veranstaltungen im Kongressprogramm war sehr positiv. Durch die digitale Umsetzung konnten wir zum Teil mehr als 250 Teilnehmer*innen bei einer Kongressveranstaltung begrüßen. Für alle Messeteilnehmer*innen, die nicht dabei waren, besteht die Möglichkeit, sich die Veranstaltungen aus dem Kongressprogramm im Nachhinein anzuschauen (s. Aufzeichnungslinks unten).

Das eSPECIAL von BIOFACH/VIVANESS hat viele Wege gefunden, die Messe ins Digitale zu übertragen. Doch die persönliche Begegnung, der spontane Standbesuch und sich ergebende Gespräche im Fachhandelsforum kann das auf Dauer nicht ersetzen. Als Aussteller haben wir das verstärkt wahrgenommen. Deshalb drücken wir alle Daumen, dass die nächste BIOFACH/VIVANESS wieder live in Nürnberg stattfindet.

15.02.2021 - Bio-Fachhandel 2020 stark gewachsen: Gesundheit und Nachhaltigkeit für Kunden am wichtigsten

Die Umsätze im Fachhandel für Biolebensmittel und Naturwaren sind 2020 stark gewachsen: Der Gesamtumsatz des Facheinzelhandels lag nach Hochrechnung des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. 2020 bei 4,37 Milliarden Euro und damit 16,4 Prozent über dem Vorjahr (2019: 3,76 Milliarden Euro). Laut BNN ist die positive Marktentwicklung geprägt durch ein gesteigertes Bewusstsein der Verbraucher*innen für nachhaltige und gesunde Lebensmittel.

Die Corona-Pandemie hat das Interesse von Kund*innen an gesunden und ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln und Waren 2020 deutlich verstärkt. Dabei folgte die Entwicklung der Umsätze im Jahresverlauf der Dynamik der Pandemie. In den Lockdown-Phasen im Frühjahr und am Ende des Jahres lagen die Umsätze teils 20 bis 30 Prozent über dem Vorjahr. Der Naturkostgroßhandel hat 2020 um 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt und lag bei einem Umsatz von 2,34 Milliarden Euro (2019: 1,92 Milliarden Euro).

Bewusstsein für nachhaltige Lebensweise wächst
Laut aktuellem Öko-Barometer, das jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben wird, haben die „Begleitumstände der Pandemie (…) bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten auch dazu geführt, ihre Ernährung und ihr Einkaufsverhalten zu hinterfragen und unter anderem ökologischer zu konsumieren“. Besondere Motive dafür sind Umwelt- und Klimaschutz sowie artgerechte Tierhaltung. Auch die Bedeutung von Regionalität und ökologischer Produktion ist bei den Verbraucher*innen dem Öko-Barometer zufolge erheblich gestiegen. Diese Entwicklung spiegelt sich deutlich in den Umsatzzahlen des Bio-Fachhandels wider.

„Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung ist durch die Erfahrung der Pandemie noch einmal deutlich gestiegen. Ebenso die Bedeutung von regionalen Produkten aus resilienten Lieferketten. Durch den Wegfall der Außer-Haus-Verpflegung mussten die Menschen 2020 verstärkt selber kochen und haben sich daher intensiver mit der Herkunft und der Qualität ihrer Lebensmittel beschäftigt. „Das hat sie vermehrt in den Bio-Fachhandel geführt, weil der authentisch und glaubwürdig für all das steht: gesunde Lebensmittel in bester Qualität, oft aus lokalen und regionalen Netzwerken, ökologisch nachhaltig produziert und gehandelt“, begründet BNN-Geschäftsführerin Kathrin Jäckel den Zuwachs.